Through the eyes of Bear 71

Habt ihr euch auch schon einmal gefragt wie so der Alltag von einem Grizzly Bären aussieht? Welche Hindernisse er im Laufe seines Lebens bewältigen muss und welche tagtäglichen Ereignisse ihm widerfahren? Nein? Dann habe ich hier eine richtig interessante Kampagne aus dem Jahr 2012 für euch!

Transmedia Storytelling

Diesen spannenden Fragen ist ein Team des National Film Board of Canada nachgegangen, das sich mit dem Zusammenleben von Tier, Mensch und Technologie beschäftigte. Der Kern des Projektes ist eine interaktive Web- Dokumentation, der das Leben eines Grizzly Bären im Banff National Park mit Kameras aufzeichnet. Es geht vor allem darum, den Menschen zu zeigen, was unsere heutige Gesellschaft und unser Handeln für Effekte auf das Wildleben hat. Die Web-Dokumentation auf der NFB Website ermöglicht Usern, dem Bären zu folgen, ihn zu tracken, eine Karte des Parks die angezeigt wird hilft dabei -> Augmented Reality Animal Tracking App. Durch das scrollen über eine der Kameraicons, kann man den Bären live beobachten und ist mitten im Geschehen. User können auch interaktiv und live andere User sehen und mit ihnen in Kontakt treten, wenn sie ihre Webcams zuschalten.

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Nachdem ich nun kurz auf den Content eingegangen bin, werde ich anhand des 7+ Modells nach Michael Conrad die Kampagne analysieren und auch auf bought, owned und earned media eingehen. Zum Schluss wollen wir uns wieder ansehen, ob sich auch ludologische Prinzipien in dem Projekt wieder finden.

 

„Seven-plus-System“

Michael Conrad, berühmter Kreativdirektor und zurzeit Präsident der Berlin School of Creative Leadership, entwarf ein Bewertungssystem, in welchem Kriterien festgelegt wurden, um Kreativität einheitlich und nachvollziehbar beurteilen bzw. bewerten zu können. Das Modell dient weiters auch zur Bewertung der eingereichten Arbeiten der Cannes-Lions, wo Conrad Jury-Mitglied ist. Generell wird bei dem Modell in drei große Blöcke unterteilt: schlecht, gut, weltklasse. Das Ziel einer jeden Kreativarbeit sollte sein, mindesten die siebte Stufe zu erreichen, alles darüber hat Chancen Preise zu gewinnen und befindet sich somit in der Königsklasse. Die Skala beinhaltet 10 Stufen, wobei die Zehnte die Höchste darstellt:

  1.  appalling
  2. deconstructive
  3. non-competitive
  4. cliché
  5. innovative strategy
  6. fresh ideas
  7. excellence in craft
  8. new standard in category
  9. new standard in communication
  10. most inspiring in the world

Bei diesem Projekt geht es vor allem um social media marketing und darum, eine Welt um die Bear 71 Story aufzubauen. Die Dokumentation mag für viele erschreckend (Stufe 1) sein, da man viel Neues sieht und live miterlebt wie Bären wirklich leben und welchen Gefahren sie ausgesetzt sind. Die Kampagne löst vielleicht bei manchen Menschen Klischees auf und kann die Wirklichkeit realitätsexakt überbringen. Das Projekt war auch eine neue Idee, etwas was es noch nie gegeben hat bzw. noch nie so medial genutzt wurde. Es handelt sich bei der Arbeit sowohl um eine innovative Strategie und eine exzellente Ausführung da viel mit neuer Technologie, neuen Medien und dem User im Mittelpunkt gearbeitet wurde. Trotzdem war es besonders schwierig selbst mit modernen, hoch entwickelten Möglichkeiten eine 3D Welt zu erschaffen, es bleiben immer noch doch nur Momentaufnahmen. Bear 71 hat es meiner Meinung nach aber auf jeden Fall bis Stufe 7 geschafft.

 

bought-earned-owned media

Diese Kampagne ist ein großartiges Beispiel davon, dass Unternehmen nicht immer großes Budget benötigen um in bought media zu investieren. Wir leben in einer Welt heutzutage wo man immer mehr die Menschen für einen arbeiten lassen kann, Projekte und Marken verbreiten lässt. Bear 71 setzte bei seinem Projekt vor allem auf earned und owned media.

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Im Bezug auf earned media hat Bear 71 von word-of-mouth und den unzähligen Aktivitäten und der Nutzung auf social media Plattformen profitiert -> user generated content! Die Fans und User spielten eine große Rolle bei dieser Kampagne.

Unter owned media fallen die eigene website von NFB, die web app sowie auch die starke Präsenz im social media Bereich (branded content). Bear 71 hat kontinuierlich Videos und Fotos auf ihre Website gestellt und hielt engen Kontakt mit den Fans auf Twitter und Tumblr. Somit konnten sie die Verbundenheit und Interaktivität mit der Öffentlichkeit noch stärker forcieren. Es wurden auch Postkarten gedruckt und verteilt auf denen die URL und ein QR Code sich auf der Rückseite befanden die auf die microsite führten.

 

Ludologische Prinzipien

Bear 71 wurde auf natürliche und fast unbemerkte Art der Touch eines Games verliehen. Das Prinzip Alea beschreibt sehr gut, das Menschen gerne überrascht werden und durch das Beobachten und Miterleben der Bären kann dieser Wunsch erfüllt werden. Auch das Schlüpfen in eine andere Rolle, in diesem Fall die der Bären, begeistert Leute und spiegelt sich im Prinzip Mimikry wieder.

Ich persönlich denke, dass mit Bear 71 ein tolles Projekt ins Leben gerufen wurde und sich immer mehr Leute damit beschäftigen sollten, was unser Handeln eigentlich teils für schlimme Konsequenzen für die Tierwelt hat. Bear 71 ist ein guter Start dafür, sich spielend und interaktiv mit solchen Effekten zu beschäftigen, also schaut es euch an und lasst euch inspirieren!

 

QUELLEN:

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POPCORNER – where sweet dreams come true!

Wer von euch kennt dieses Gefühl des Verlangens, wenn ihr in ein Kino kommt und der Geruch von leckerem, salzigem, buttrigem Popcorn euch in die Nase steigt? Schon oft habe ich auf halbem Weg zur Knabber-Kassa wieder umgedreht. Ich hör schon die Stimme meines Freundes, dem Model welches vom Cover eines Modemagazins spricht oder die Frau mit dem perfekttrainierten Body vor mir im Fitnesscenter die mich mit mahnenden Augen ansieht. Wünscht ihr euch nicht auch manchmal, dass das so sehr geliebte Naschen im Kino oder daheim am Sofa nicht gleich eine Runde Joggen und schlechtes Gewissen bedeutet?!

Vor einigen Monaten, war ich wiedereinmal in meiner geliebten Wiener Innenstadt unterwegs und siehe da- mein Problem hat eine Lösung gefunden! Wieder eine Idee die der Markt hervorgebracht hatte: POPCORNER! Der Flagshipstore, seit Anfang letzen Jahres in Wien, verkauft Popcorn verfeinert mit gesunden Ingredients. Das Unternehmen setzt vor allem auf hochwertige Zutaten, Nachhaltigkeit und tägliche Zubereitung von frischem Popcorn. Das Konzept ist ganz simpl: Einfach Geschmacksrichtung (Beeren, Nüsse, Zimt, was das Herz begehrt!) und Packunsgröße auswählen. Und das Beste- die Preise unterscheiden sich fast gar nicht vom Kinopopcorn.

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POPCORNER verleiht dem „schlechten Image“ von fettigem Popcorn, wieder einen neuen gesunden Touch. Also Schluss mit Verzicht und Kalorienzählen, bei POPCORNER muss man nicht nur von Süßem träumen, sondern darf auch kosten.

Lasst euch inspirieren und schaut vorbei!

http://popcorner.at/shop/

ALLE JAHRE WIEDER…lasset die Spiele beginnen!

Sie wollten schon immer ein Skistar sein? Sie wollten schon immer vor ihren Freunden mit ihren Skikünsten angeben oder ihren Namen auf einem Ranking ganz weit oben sehen? Oder wollten sie vielleicht schon immer einmal eine Piste runterflitzen, aber trauten sich im realen Leben nicht? Ja, alle Jahre wieder kann man all dies dank der ‚Ski Challenge‘ tun. Der Erfolg von 1,6 Millionen Spielern pro Saison in Österreich lässt sich sehen. Das Game fällt unter die Kategorie des e- Sports und begeistert seit 2004, Jahr für Jahr Jung und Alt. Die Ski Challenge gibt Menschen die Möglichkeit aktiv an einem Sportevent teilzunehmen, wenn auch nur auf virtueller Ebene, und weist eine extrem realitätsnahe Machart auf. Im Rahmen unserer Lehrveranstaltung ‚Multimediale Anwendungen- Trends der Kommunikationsbranche‘ an der FH St. Pölten, wurde uns die Aufgabe gestellt, uns erstens mit diesem Spiel vertraut zu machen und im nächsten Schritt dann die Sponsoren zu identifizieren und herauszufinden welche im Spiel vorkamen. Weiters sollten wir das Game aus der Sicht der ludologischen Prinzipien betrachten und analysieren. Für all jene für die ludologische Prinzipien Neuland ist-> Ludologie ist die Lehre vom Spiel.

Ich möchte kurz auf die wichtigsten Prinzipien in Verbindung mit dem Spiel eingehen:

– Agôn (Wettkampf): Menschen lieben es Ziele zu erreichen. Damit ist gemeint, dass Menschen den Wettkampf untereinander lieben, sie lieben es sich miteinander zu messen und haben das Bedürfniss immer besser als seine Mitmenschen zu sein. Dieses Verhalten kann man bereits im täglichen Leben beobachten. Bei der Ski Challenge ist es nicht anders. Die Teilnehmer möchten sich von Runde zu Runde steigern und haben nur ein Ziel und zwar zu gewinnen bzw. sich zu verbessern. Sein wir uns ehrlich- wer nimmt schon gern den letzten Platz ein?!

– Alea (Zufall): Menschen lieben es überrascht zu werden. Der Zufall ist vor allem in den Anfängen des Spiels bzw. im anfänglichen Spielen präsent. Die Teilnehmer wissen noch nicht so recht was bei welcher Strecke auf sie zu kommt, die Spannung wird also durch das Unerfahrene noch erhalten. Die Ski Challenge bedient sich, wie auch viele andere digital games, diesem Prinzip da ein Spiel ohne Überraschung und Zufall einfach langweilig wäre.

– Mimikry (Maskierung): Menschen lieben es, in eine andere Rolle zu schlüpfen. Vorallem in Videospielen ist diese Maskierung ein wichtiger Aspekt. In der Ski Challenge geht es primär darum, in eine andere Rolle zu schlüpfen, jemand anderer für eine bestimmte Zeitspanne zu sein. Im Spiel fährt man auch Strecken auf denen auch große Skihelden fahren. All das führt zu einer Intensivierung eines solchen Rollentausches und Eintauchen in eine andere Welt.

– Illinx (Rausch): Menschen spielen gerne! Spiele wie die Ski Challenge bauen langsam eine gewissen Abhängigkeit beim Spieler auf. Man möchte immer noch eine Runde spielen und noch einmal sein Glück versuchen und sein gestecktes Ziel erreichen.

Schauen wir uns nun die Ski Challenge 13  an:

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Auffallend viel Logopräsenz hat bei dieser Version Greentube und und Gametwist (Greentube ist der Entwickler des Spiels).

Während des Spiels vor allem auch in älteren Versionen, fallen einem auch immer wieder einige Sponsoren auf wie zum Beispiel besonders im Start und Zielbereich CheckFelix, Labello, Wagner Pizza oder auch ORF. Genutzt werden hauptsächlich Banden, Tore aber auch die Trikots der SpielerInnen.

 

… in diesem Sinne: lasst auch EUCH von diesem Spiel inspirieren!

QUELLEN:

http://www.skichallenge.at/de/

http://www.greentube.com/de/home/greentube-startet-mit-der-ski-challenge-13-durch

„Kein Künstler …

„Kein Künstler ist während der ganzen 24 Stunden seines täglichen Tages ununterbrochen Künstler, alles Wesentliche, alles Dauernde das ihm gelingt, geschieht immer nur in den wenigen und seltenen Augenblicken der Inspiration“, Stefan Zweig